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Korngesund: Gerste und Dinkel


Vor etwa 10.000 Jahren begann der Mensch, systematisch Getreide anzubauen. Aus Wildgräsern wurden energieliefernde Nahrungspflanzen gezüchtet, die auf Feldern angebaut und als wichtiger Vorrat für den Winter eingelagert werden konnten.

Götterspeise Gerste

Gerste zählt neben Emmer und Einkorn zu den ältesten Getreidearten - den Urgetreiden

Die frühesten Belege für Urgerste sind etwa 10.000 Jahre alt und stammen - wie auch für den Ursprung des Homo sapiens selbst - aus dem Gebiet des heutigen Äthiopiens. In Europa kennt man Gerste seit etwa 7.000 Jahren. 

Das Getreide wurde über Jahrtausende geradezu verehrt: Die Ägypter nannten es "heiliges Korn" und opferten es ihrer Göttin Isis. Auch die alten Römer schätzten die Gerste so sehr, dass sie ihre Fruchtbarkeitsgöttin Ceres mit einem Kranz aus Gerstenähren gekrönt darstellten. Römische Gladiatoren nannte man Hordearii (Gerstenesser), da ihre leistungsfördernde Diät vor allem aus Gerste (und Hülsenfrüchten) bestand.

Über Jahrhunderte war Gerste auch in Deutschland ein wichtiges Grundlebensmittel  - im Mittelalter oft in Form eines Getreidebreis. Später dann wurde Gerste mehr und mehr von Weizen (bessere Backeigenschaften) und anderem Getreide abgelöst. 

Heute kennen die meisten Gerste nur als Viehfutter oder als Zutat zum Bierbrauen, vielleicht noch in Form von Graupen – völlig zu Unrecht. 

Gerste bildet besonders viele Enzyme, ein Merkmal für gute Eiweißqualität. Und sie gehört zu den wenigen Getreiden, die gesundes Beta-Glucan enthalten. Die schleimbildende Stärke gilt als besonders bekömmlich und magenfreundlich. Gerste liefert zusätzlich B-Vitamine, Magnesium und Eisen. Und: Sie schmeckt!

Kein Wunder, dass Gerste inzwischen als heimisches Superfood gilt - und von vielen auch als heimische, umweltverträgliche Alternative zu Reis besonders geschätzt wird.

Hildegard-Korn Dinkel

Auch Dinkel gehört zu den Urgetreiden: Bei Ausgrabungen von Siedlungen im Kaukasus aus dem 6. bis 5. Jahrtausend v. Chr. fand man Dinkelspuren. In der Jungsteinzeit wurde Dinkel gesichert in Nord- und Mitteleuropa angebaut, vor allem im Alpenraum. Im Mittelalter war der Dinkelanbau dann in ganz Europa üblich. Erst im 20. Jahrhundert wurde er vom modernen Weizen verträgt, da dieser ertragreicher und unkomplizierter zu verarbeiten ist.

Dinkel war lange Zeit fast in Vergessenheit geraten, gewinnt nun aber schon seit vielen Jahren wieder an Popularität. Aus guten Gründen: Dinkel ist zwar mit Weizen verwandt, aber als ältere Kulturform für viele besser bekömmlich, weil sie weniger "verzüchtet" ist, also viel ursprünglicher. 

Schon die Heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) hatte dem Dinkel große gesundheitliche Bedeutung bescheinigt. Das nussig-milde Getreide liefert besonders hochwertiges Eiweiß und hat einen höheren Gehalt an Silicium als Weizen. 

Warum gilt Dinkel noch als besonders gesund? Die schützende Schale, die das Dinkelkorn umgibt und die dem Dinkel auch den Namen gab (Spelz) soll es auch vor Schadstoffen aus der Luft schützen, da sie sich schlechter anlagern können. Außerdem ist das Urgetreide robuster und wenig krankheitsanfällig, was Dinkel geradezu für den Bio-Anbau prädestiniert.

Heute wird Dinkel besonders in Baden-Württemberg wieder vermehrt angebaut - kein Wunder, ist es dort doch das traditionelle Getreide (Schwabenkorn).

Geht's noch besser?

Eindeutig ja! Die sorgfältige Keimung kann die Nährwerte der beiden Urgetreide sogar noch steigern.
Lesen Sie mehr: Die Keimung macht den Unterschied!


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Bild (Gerstenfeld): © kangbch/Pixabay.com