Frei von Kopfschmerz

Stress, Reizüberflutung, zu wenig Bewegung an frischer Luft, falsche Ernährung: Es gibt viele Ursachen für Kopfschmerz.
Manche Lebensmittel wie gereifte Käse, Rotwein, Koffein und Zusatzstoffe können Schmerzen auslösen. Umgekehrt kann eine „gehirngerechte“ Ernährung dem Kopfschmerz auch vorbeugen.

Hungerndes Gehirn = Kopfschmerzen
Zeitmangel, hoher Arbeitsdruck und zu geringe Erholungsphasen sind weit verbreitet. Unser Gehirn ist zwar äußerst leistungsfähig und selten ausgelastet, aber es muss ununterbrochen auf Energie und Vitamine zugreifen können. Energie gewinnt es ausschließlich aus Kohlenhydraten.

Das Gehirn – ein anspruchsvoller Energieschlucker
Unser Hirn macht zwei Prozent des Körpergewichts aus, verbraucht jedoch 20 Prozent des aufgenommenen Sauerstoffs und über den Tag verteilt mehr als 100 g Glucose. Gute Quellen sind Vollkorn und Obst – nicht aber Kuchen, Süßes oder Joghurt!
Bei Energiemangel verbrennt das Gehirn nur beschränkt und mit unerwünschten Nebenwirkungen andere Nährstoffe und geht in einen „Sparmodus“ über. Die Folge: Kopfschmerzen, vorzeitiges Ermüden und Konzentrationsschwäche.
Auf die richtigen Kohlenhydrate kommt es an! Kohlenhydrate aus hellem Brot, Toast, Kuchen, Süßigkeiten und Limonaden sorgen lediglich für ein Strohfeuer. Der Traubenzucker schießt sofort ins Blut. Jetzt greift das Hormon Insulin ein und schleust den Zucker so schnell in die Zellen, dass die Blutzuckerwerte nach kurzer Zeit rapide absacken - und zwar unter das Niveau, das unser Gehirn braucht. Dem Gehirn wird plötzlich sein Lieblingsnährstoff entzogen. Das nimmt es übel: Wir werden müde und der Kopf schmerzt.

Das hilft:
1. Regelmäßig mehr gesunde Kohlenhydrate aus: Müsli, Brot, Nudeln und Reis aus Vollkorn, ebenso Gemüse, Kartoffeln, Obst und Hülsenfrüchte. Sie bewirken eine gleichmäßige Versorgung über einen langen Zeitraum. Verzichten Sie auch abends nicht darauf – wer will schon morgens ein ausgehungertes Gehirn?

2. Der gute Start in den Tag
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Viele lassen sie jedoch ganz ausfallen. Mehr als ein Viertel aller jungen Menschen bis 24 Jahre frühstücken gar nicht. Kein Wunder, dass jeder zehnte Grundschüler über Kopfschmerzen klagt!

3. Gute Qualität
Viele Müslis werden mit Zucker oder Honig gecruncht, gepoppt oder zu Flocken verarbeitet. Schokolade und Rosinen versüßen die Mahlzeit. Keine Frage: Das schmeckt.
Eigentlich gehören solche Frühstücksflocken aber ins Reich der Süßigkeiten und sollten nicht täglich auf dem Tisch stehen. Am gesündesten sind ungesüßte Müslis.

4. Regelmäßig essen
Wer regelmäßig isst, kennt keine plötzlichen Heißhungerattacken. Als leichte Zwischenmahlzeiten am Vor- und Nachmittag eignen sich besonders ein belegtes Vollkornbrot oder -brötchen, ein kleines Müsli (kaufen Sie einen Müslibehälter zum Mitnehmen), etwas Obst, Gemüse oder Vollkornkekse.

5. Vitaminreich essen
Die Zündfunken zur Freisetzung der Kohlenhydrat-Energie sind die B-Vitamine, die von Vollkornprodukten, gekeimtem Getreide und Bierhefe geliefert werden. Sie werden auch als „Hirn- und Nerven-Vitamine“ bezeichnet.

6. Viel Bewegung pustet den Kopf frei und lockert verspannte Muskeln.

7. Ausreichend trinken!

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Heißhungerattacken gehören der Vergangenheit an. Die reichlich enthaltenen B-Vitamine setzen die Kohlenhydrate kontinuierlich frei und versorgen gleichmäßig mit Energie. So bewältigt man spielend die Arbeit eines Vormittags konzentriert und leistungsstark – ganz ohne Müdigkeit.

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Bild: © Jacek Chabraszewski/Fotolia.com

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