Korngesund: Gerste und Dinkel

 

Die Götterspeise Gerste zählt neben Emmer und Einkorn zu den ältesten Getreidearten. Heute kennen die meisten Gerste nur als Viehfutter oder als Zutat zum Bierbrauen – zu Unrecht.
Schon die alten Römer schätzten die Gerste sehr: Die Fruchtbarkeitsgöttin Ceres ist mit einem Kranz aus Gerstenähren gekrönt.
Gerste bildet besonders viele Enzyme, ein Merkmal für gute Eiweißqualität. Und sie gehört zu den wenigen Getreiden, die gesundes Beta-Glucan enthalten. Die schleimbildende Stärke gilt als besonders bekömmlich und magenfreundlich. Gerste liefert zusätzlich B-Vitamine, Magnesium und Eisen.

 

Dinkel ist zwar mit Weizen verwandt, aber als ältere Kulturform für viele besser bekömmlich. Schon die Heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) maß dem Dinkel große Bedeutung bei. Das nussig-milde Getreide liefert mehr und hochwertigeres Eiweiß, mehr Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Silicium als Weizen.