Wer schützt uns vor unerwünschten Vitaminzusätzen in Lebensmitteln?

Unsere Nahrung deckt unseren Bedarf an wichtigen Lebensbausteinen. Das komplexe Verdauungssystem holt sich für die Gesunderhaltung alles, was der Stoffwechsel braucht - vorausgesetzt, die Ernährung ist vielfältig und ausreichend.

von Dipl. oec. troph. Philipp Metz

Die Verabreichung isolierter Vitamine und Mineralstoffe stammt aus dem letzten Jahrhundert und entstammt der modernen Pharmakologie. Dahinter steckt die Annahme, dass nicht etwa die Lebensmittelauswahl fehlerhaft sein könnte, sondern die Lebensmittel selbst unvollkommen sind. Und wir deshalb krank werden.

Zunehmende Zweifel an künstlichen Vitaminen
Zahlreiche wissenschaftliche Studien ziehen inzwischen die Wirksamkeit von künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen zunehmend in Zweifel bzw. weisen auf diverse schädliche Nebenwirkungen hin. 

Auch stellt sich oft heraus, dass die Aufnahme derselben Wirkstoffe über Lebensmittel viel wirksamer ist und keine Nachteile mit sich bringt. Verständlich, dass daher viele aufgeklärte Verbraucher wieder zum Original greifen wollen: Naturbelassene Lebensmittel mit einem natürlich reichen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Findige Hersteller machen sich diesen Trend zu Nutze und werben vollmundig mit der Natürlichkeit ihrer ausgewählten Zutaten.

Achtung, Falle!
Doch oftmals hält die Qualität des Rohstoffes nicht, was die Verpackung verspricht. Die ausgelobten Vitamine und andere Vitalstoffe stammen beispielsweise gar nicht aus der Hefe, dem Hagebuttenpulver, den Obst- und Gemüsekonzentraten oder dem Weizenkeimöl. Das Zutatenverzeichnis, die eigentliche Rezeptur, verrät es: Sind Vitamine und Co. dort aufgelistet, stammen diese nicht aus dem originären Lebensmittel - kurz gesagt: Sie sind nachträglich hinzugefügt worden. 

Der gute Ruf des Ausgangsrohstoffes soll nur als Vehikel dienen, um den Vitaminzusatz verdeckt an den Kunden zu bringen. Warum tun Hersteller das? Vitamine dürfen nur ab bestimmten Konzentrationen hervorgehoben und mit den begehrten „Health Claims“ - von der EU zugelassene Gesundheitsversprechen - beworben werden.
Mit der richtigen Dosierung aus dem Labor können alle gewünschten Aussagen zur Immunabwehr, zur Knochengesundheit oder zur Blutbildung auf die Packung gebracht werden. Leider wird das beim Verbraucher verbreitete Unwissen dieser Zusammenhänge systematisch von manchen Herstellern ausgenutzt, um ihre Produkte gewinnbringend zu verkaufen. Dagegen helfen nur Verbraucheraufklärung und eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung.

Wir bei Dr. Metz beweisen seit Jahrzehnten: Bei sorgfältiger Auswahl und schonender Behandlung können hochwertige Lebensmittel ohne Vitamin- und Mineralstoffzusätze hergestellt werden und trotzdem oder gerade deswegen ernährungsphysiologisch besonders wertvoll und wirksam sein.

Pillen und Kapseln finden sicher weiterhin ihre Abnehmer, doch sollten wir sie nicht unbewusst schlucken müssen. Lesen Sie also unbedingt immer das Zutatenverzeichnis eines für Sie neuen Produkts - die Nährwerttabelle sagt nichts über die Herkunft der werblich oft besonders hervorgehobenen Stoffe aus!

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