Was wächst auf Deutschlands Feldern?

71 Prozent dieser Fläche werden mit Ackerbau genutzt: Hier werden Weizen, Raps, Zuckerrüben, Kartoffeln oder Gemüse angebaut. Wiesen und Weiden machen 28 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus. Der Anbau von Obst, Wein und anderem übernimmt den Rest.

Getreide an der Spitze

Auf knapp 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche wächst Getreide, etwa die Hälfte davon ist Weizen, mengenmäßig das bedeutendste Getreide in Deutschland.
Das zweitwichtigstes Getreide stellt Gerste mit knapp einem Viertel der Getreidefläche.
Im Brotland Deutschland ist natürlich auch Roggen bedeutsam: Er wird auf neun Prozent der Getreidefläche angebaut. Mais hat einen Anteil von knapp sieben Prozent. Hafer ist im deutschen Ackerbau dagegen nur von geringer Bedeutung.

Tierfutter-Erzeugung

Über die Hälfte des Getreides finden Verwendung als Tierfutter und nur acht Prozent sind für Nahrung bestimmt.
Auf 10 Millionen Hektar, das ist mehr als die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands, wird Futter für unsere Nutztiere erzeugt.

Das Grünland nimmt knapp die Hälfte der Futteranbaufläche in Deutschland ein. Eine ebenfalls wichtige Ackerfutterpflanze ist der Mais, der vor allem als Silomais in der Winterfütterung von Rindern und Schweinen zum Einsatz kommt.

Eiweißfutter muss importiert werden

Gras, Getreide und Mais decken einen Großteil des Futterbedarfs für Tiere. Jedoch fehlen eiweißreiche Futtermittel wie Soja oder Hülsenfrüchte. Diese werden weder in Deutschland noch in der EU in ausreichender Menge erzeugt. Deutschland importiert daher rund 29 Prozent des Eiweißfutters aus Südamerika und den USA. 

Geringer Flächenbedarf bei Gemüse und Obst

Obst und Gemüse wird in Deutschland auf gerade mal einem Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche angebaut. Nimmt man die Kartoffeln dazu sind es 2,7 Prozent.
Das hierzulande angebaute Obst und Gemüse reicht nicht für alle aus: Gemüse deckt rund ein Drittel, Obst nur ein Fünftel unseres Bedarfs. Alles andere muss aus dem Ausland eingeführt werden. Anders sieht das bei der Kartoffel aus. Die beliebte Knolle wird hierzulande in so großen Mengen erzeugt, dass ein Teil davon sogar ins Ausland verkauft wird.

Apfel - die Nummer 1

Bedeutende Obstbaugebiete sind die Bodenseeregion oder das „Alte Land“ bei Hamburg. Äpfel stellen knapp drei Viertel der gesamten Obsterntemenge in Deutschland. Die Erdbeere ist das zweitwichtigste Obst. Pflaumen, Kirschen und Birnen sind dagegen seltener.

Gemüsebau: Möhren aus dem Freiland, Tomaten aus dem Gewächshaus

Mengenmäßig haben Möhren, Zwiebeln, Weißkohl und Salate den größten Anteil am deutschen Gemüsebau. Zusammen stellen sie über die Hälfte des hierzulande produzierten Gemüses.

Wein und Hopfen - weltmeisterlich

Der Anbau von Wein und Hopfen beschränkt sich auf wenige, klimatisch begünstigte Regionen. Dort aber sind die deutschen Winzer und Hopfenbauer hochproduktiv. Auf rund drei Prozent der Rebflächen der EU erzeugen deutsche Winzer etwa sechs Prozent der gesamten europäischen Weinproduktion. Und auch die deutschen Hopfenpflanzer sind Weltmeister: Mehr als ein Drittel der weltweiten Hopfenernte stammt aus Deutschland.

Nachwachsende Rohstoffe

Der landwirtschaftliche Anbau von nachwachsenden Rohstoffen hat enorm zugenommen. Sie dienen der Erzeugung von Wärme, Strom und Kraftstoffen. Oder auch als Rohstoffe für die Industrie, zum Beispiel zur Herstellung von Schmier- und Farbstoffen, Textilien, Kosmetika oder Arzneimitteln. 2016 wurden in Deutschland auf 2,7 Millionen Hektar – das sind rund 16 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche - Rohstoffpflanzen angebaut. Energiepflanzen wie Mais und Raps haben hier mit knapp 90 Prozent den größten Flächenanteil.

Quelle: Bundesinforamtionszentrum Landwirtschaft

Bild: Jill111@Pixabay