Ist Mittagsschlaf gut fürs Herz?

Wer kann, genießt seinen Mittagsschlaf. Leider ist das nicht immer möglich. Ob ein Mittagsschlaf gut oder schlecht ist, wird immer wieder erforscht – mit unterschiedlichen Ergebnissen.

So deuten Ergebnisse griechischer Kohortenstudien auf einen Herzschutz bei Mittagsschläfern hin, während Studien aus USA, Deutschland und Japan bei regelmäßigem Mittagsschlaf eher ein höheres Risiko für Herzerkrankungen belegen. Was ist nun richtig?

In einer Großauswertung  kam eine „Dosis-Wirkung-Beziehung“ heraus: Kurzer Schlaf tagsüber (weniger als eine Stunde) schützt das Herz, während ein länger dauernder Schlaf in der Mittagszeit mit einem höheren Herzrisiko einhergeht. Diesen Zusammenhang fand man auch für Diabetes und fürs metabolische Syndrom.

Schweizer Untersuchungen bestätigen diese Beobachtungen nun: Die Studienteilnehmer, die lediglich ein- bis zweimal pro Woche einen Mittagsschlaf hielten, hatten gegenüber Nie-mittags-Schlafenden ein deutlich niedrigeres Herzrisiko. Bei Teilnehmern, die sechs- bis siebenmal pro Woche nachmittags schliefen, fand sich hingegen ein leicht erhöhtes Risiko.

Was tun?

Wer die Möglichkeit hat, kann die Mittagszeit für ein kurzes Nickerchen nutzen. 20 Minuten reichen bereits für Erholung und Motivation!

 

Quelle: Häusler, Haba-Rubio et al., Heart 2019:105:1793-8

Bild: Pixabay