Herzgesundheit - Prüfen Sie Ihre Eisenwerte!

Der Körper braucht Eisen für die Bildung roter Blutkörperchen und den Sauerstofftransport. Bei einem Mangel kommt es schnell zur Anämie und zu Störungen der (Herz-) Muskel­funktion. Obwohl eine ausgewogene Ernährung ausreichend Eisen liefert, leiden bis zu 20 % an einem Mangel, oft bedingt durch erhöhte Verluste von Eisen durch krankhafte Veränderungen im Magen-Darm-Trakt oder durch die Einnahme blutverdünnender Medikamente wie Aspirin oder durch Fehlernährung.

In der Studie ESC Heart Failure wurden die Daten von 12.164 Anämiepatienten aus drei Kohortenstudien mit unterschiedlich stark ausgeprägtem Eisenmangel ausgewertet. Die Forscher um Dr. Benedikt Schrage untersuchten, ob der Eisenmangel sich auf das Erkrankungs- und Sterberisiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auf die Gesamtmortalität auswirkt. Ergebnis: Jeder 10. Herz-Kreislauf-Tod im mittleren Alter ist auf einen funktionellen, d.h. ausgeprägten, Eisenmangel zurückzuführen.

Die FAIR-HF-Studie hatte vor einem Jahrzehnt bereits gezeigt, dass eine Eisen-Ergänzung bei Patienten mit Herzinsuffizienz die Symptome lindern und die Lebensqualität bessern kann.

Zudem warnt die Deutsche Herzstiftung vor einem Eisenmangel besonders im mittleren Alter! Jeder zweite Patient mit Herzschwäche hat einen Eisenmangel. Die Herzschwäche zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland: Die Pumpleistung des Herzens ist so schwach, dass der Körper nicht mehr in jeder Situation ausreichend mit Blut versorgt werden kann. Das schadet mit der Zeit auch anderen Organen wie Muskeln, Nieren und Gehirn. Zu den häufigsten Ursachen für eine Herzschwäche zählen die Koronare Herzkrankheit (KHK) und Bluthochdruck.

Eine gute Eisenversorgung verbessert nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern auch die allgemeine Lebensqualität - und verringert die Zahl der Krankenhausaufenthalte.

Lassen Sie Ihre Eisen-Werte messen!

Bei allen Patienten mit Herzschwäche sollte daher routinemäßig der Eisenstoffwechsel überprüft werden, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung. Wichtige Blutwerte sind das Ferritin (Protein, das Eisen speichert), das Transferrin (Protein, das Eisen transportiert) und der Hämoglobinwert zum Ausschluss einer Blutarmut. Ein Eisenmangel besteht bei einem Ferritinwert unter 100 µg/l, aber auch, wenn dieser zwischen 100 und 300 µg/l liegt und zudem das Transferrin zu weniger als 20 % mit Eisen besetzt ist.

Eisentabletten wenig wirksam

Generell nimmt der Körper bei bestehender Herzschwäche weniger Eisen aus der Nahrung über den Darm auf: Zum einen, weil es zu einer chronischen Stauung und Mangeldurchblutung des Magen-Darmtraktes kommen kann (als Folge der Rechtsherzinsuffizienz), zum anderen, weil Entzündungsprozesse dazu führen, dass die körpereigenen Speicher Eisen schlechter freisetzen. Auch gibt es möglicherweise Mikroverletzungen mit Blutungen.

Bei schwerem Mangel ist daher eine intravenöse Eisentherapie wichtig. Um einen guten Eisen-Wert zu erhalten, muss darauf geachtet werden, dass täglich genügend Eisen mit der Nahrung aufgenommen wird.

Lesen Sie mehr zu "Was hilft bei Eisenmangel?"

 

Bild: Herzmobile © Ben Kerckx/Pixabay.com

 

Passende Artikel
Minactiv Minactiv® – basische Mineralstoffe aus Pflanzen
 
250 g (3,32  € / 100 g)
8,30  €

inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Vorteilspreis nutzen
7,30  € / 250 g (2,92  € / 100 g)
Die Vorteilspreise gelten automatisch bei einer Bestellung ab 10 Artikeln in beliebiger Auswahl.